November 2016

Aeskulap Therme: Erweiterung des Schlangenbader Hallenbades geplant

Prestigeobjekt oder sinnvolles Zusatzangebot?

SCHLANGENBAD. Die Staatsbad Schlangenbad GmbH beabsichtigt, das Schlangenbader Thermalhallenbad um ein Bewegungsbecken zu erweitern. Nach den vorliegenden detaillierten Planungen, soll ein Anbau auf der östlichen Seite der Therme eine Gesamtfläche von 131,91 m2 umfassen, um Raum für ein 53,93 m2 großes und 1,40 m tiefes Therapiebecken zu schaffen. Nach einer Kostenschätzung aus dem Jahr 2014 wären damit Kosten in Höhe von 741.000€ verbunden, wobei man auf eine Förderung seitens des Landes setzt. Entsprechende Finanzmittel sind im Investitionsplan 2017 der Staatsbad Schlangenbad GmbH eingestellt. Das Hallenbad verfügt bislang nur über ein einzelnes Schwimmbecken, dass sowohl der Öffentlichkeit sowie Therapiegruppen der Median Klinik Schlangenbad offen steht. Nach dem Ausbau der Median Klinik und Umwandlung des Parkhotels in die Parkklinik Wiesbaden-Schlangenbad sieht die Staatsbad Schlangenbad GmbH einen großen zusätzlichen Bedarf an Therapiezeiten für die Kliniken und erhofft sich durch die Erweiterung eine Stärkung des Fremdenverkehrs in Schlangenbad.

Die Ausbauplanungen sind bereits weit fortgeschritten, obgleich die Diskussion unter den Kommunalpolitikern gerade erst begonnen hat. Die Mitglieder des Ortsbeirats Schlangenbad bezweifeln nach einer Erörterung der Ausbaupläne im Rahmen einer Ortsbegehung die Sinnhaftigkeit der Erweiterung.

Der Schlangenbader Ortsvorsteher, Michael Winter, betont: „Mich überzeugen die Argumente für die Notwendigkeit eines zweiten Beckens nicht. Ich habe auch das Gefühl, dass man nicht ausreichend nach Alternativen gesucht hat. Das viele Geld sollte man lieber an anderer Stelle für die Bevölkerung einsetzen.“ Das sehen die anderen Mitglieder des Ortsbeirats genauso. Die Stellvertretende Ortsvorsteherin, Angelika Ulbrich ergänzt: „Der Anbau des Hallenbades stört das Bild der dahinter liegenden Gebäudefassaden, die einen Ensembleschutz der Denkmalpflege haben. Der mit rund 11 m sehr hohe Anbau entspricht einem dreistöckigen Haus und würde sogar einen Teil des dahinterstehenden Hauses verdecken.“ Auch Cathrin Wüst (CDU) sind die Anbaupläne ein Dorn im Auge: „Nach meinem Eindruck handelt es sich mehr um ein Prestigeobjekt der Staatsbad Schlangenbad GmbH. Ich kann nicht nachvollziehen, warum das Thema in aller Eile durchgeboxt werden soll, wenn doch die Kostenschätzung bereits aus dem Jahr 2014 stammt.“

Neben dem Ortsbeirat Schlangenbad befasste sich bislang allein der Bauausschuss der Gemeindevertretung Schlangenbad mit der Thematik. Der Vorsitzende des Haupt-und Finanzausschusses, Marco Eyring (CDU), meint, dass man hier nichts über das Knie brechen dürfe: „Die Bedenken des Ortsbeirates nehme ich sehr ernst. Der nächste Schritt sollte eine Diskussion im Haupt- und Finanzausschuss unter Beteiligung der Vertreter der Kliniken sein. Ich gehe davon aus, dass die Staatsbad Schlangenbad GmbH ein großes Interesse daran hat, dass nicht der Eindruck entsteht, dass das Thema durchgepeitscht oder gar im Alleingang forciert werden soll. Schließlich zahlt die Zeche am Ende die Gemeinde als Alleineigentümerin der defizitären Staatsbad Schlangenbad GmbH.“

 



September 2016

Anfrage der CDU zeigt Wirkung

„Jedem Badegast wird künftig ein Beleg angeboten“

SCHLANGENBAD. Die CDU-Fraktion stellte in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung Fragen zur Kassenführung im Thermalfreibad. Die schriftlich formulierten Antworten der Geschäftsführerin der Staatsbad Schlangenbad GmbH, Roswita Röber, wurden durch den Bürgermeister in der Sitzung mündlich vorgetragen. Die Antworten empfand die CDU als unbefriedigend, zumal Frau Röber an der Sitzung nicht teilnahm und daher für Nachfragen nicht zur Verfügung stand.

„Wir haben im Kern beanstandet, dass nach Beobachtungen mehrerer unserer Fraktionsmitglieder nicht ausreichend sichergestellt ist, dass alle Geschäftsvorfälle vollständig, richtig, zeitgerecht und unveränderbar aufgezeichnet werden“, stellt der CDU-Fraktionsvorsitzende, Marco Eyring, nochmals klar. Es ging weniger um die Frage, ob eine Kasse vorhanden ist, sondern ob die Kasse auch immer benutzt wird. Denn Unstimmigkeiten können zu erheblichen Zuschätzungen seitens Finanzamtes führen, betont der CDU-Politiker.

Ortsbesichtigung der Arbeitsgruppe Thermalfreibad

Eyring nahm die Ortsbegehung der Arbeitsgruppe Thermalfreibad (AG) am vergangenen Freitag unter der Leitung des Vorsitzenden der Arbeitsgruppe, Wolfgang Ommert (CDU), zum Anlass, den Ablauf der Zahlungsvorgänge im Gespräch mit Geschäftsführerin Röber nochmals zu thematisieren. Die AG wurde vor kurzem auf Antrag der Fraktion Bürger für Bürger (BfB) mit den Stimmen von BfB und CDU eingerichtet, um sich mit der Zukunft des Schlangenbader Thermalfreibades auseinanderzusetzen.


„Jedem Badegast wird künftig unaufgefordert ein Beleg angeboten“, teilte Frau Röber den Mitgliedern des Arbeitskreises mit. Aufgrund anstehender Änderungen im Steuerrecht sei zudem die Anschaffung einer neuen Registrierkasse geplant, die auch Fernabfragen ermögliche.

„Es ist sehr erfreulich, dass die Geschäftsleitung der Staatsbad Schlangenbad GmbH unsere Anfrage zum Anlass genommen hat, umgehend Veränderungen im Bezahlvorgang umzusetzen. Damit erscheinen weitere Initiativen in der Gemeindevertretung nicht erforderlich“, konstatiert Eyring.

 

Weiteres Thema der Ortsbesichtigung im Thermalfreibad war u.a. die Fortsetzung der seit 2014 andauernden schrittweisen Sanierung des Bades, die noch bis mindestens 2018 andauern soll. Veranschlagt sind hierzu insgesamt 440.266,62 € inkl. MwSt. „Dabei sind auf der Sanierungsliste nur die allernotwendigsten Erhaltungsmaßnahmen“, hebt Eyring hervor, der auch Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses ist.

Die AG kommt am 27. September 2016 erneut zusammen, um ausgehend von den Eindrücke der Ortsbesichtigung neue Ideen zu entwickeln, um das Defizit von jährlich einer ¼ Millionen € nachhaltig zu senken und ein Perspektive für den langfristigen Erhalt des Bades zu entwickeln.

 



September 2016

Kinderbetreuungsplätze Mangelware

Schnelle Lösungen gesucht

SCHLANGENBAD. Am vergangenen Mittwoch trafen sich die Schlangenbader Fraktionsspitzen im provisorischen Schlangenbader Rathaus, um Lösungen für das dringende Problem der fehlenden Kinderbetreuungsplätze in Schlangenbad zu suchen. Die Vertreter aller Fraktionen sind sich mit Bürgermeister, Michael Schlepper (FDP), einig, dass die Situation durchaus dramatisch ist.

 

Auf Initiative des CDU-Fraktionsvorsitzenden, Marco Eyring, hatte der Ältestenrat der Gemeindevertretung Schlangenbad den Beschluss zu einem Gedankenaustausch aller Fraktionen zum Thema Kindertagesstätten gefasst. „Es war naheliegend, dass wir uns bei diesem äußerst wichtigen Angelegenheit an einen gemeinsamen Tisch setzen und über die Parteigrenzen hinweg auf ein Vorgehen einigen“, sagte Eyring.

 

Noch im vergangenen Jahr war nach dem Kindertagesstätten-Entwicklungsplan des Vorjahres nicht absehbar, dass Betreuungsplätze fehlen würden. Die Aufarbeitung der Ursachen stand daher mit im Fokus der Diskussion zwischen den Kommunalpolitikern.

 

Ein Schlangenbader Geburtenjahrgänge umfassen im Durchschnitt der vergangenen Jahre ca. 44 Kinder. So weist es der aktuelle Entwurf des Kindertagesstätten-Entwicklungsplans aus. „Ich bin davon überzeugt, dass die Ursache der abrupt gestiegenen Nachfrage in Sondereffekten begründet ist“, ist Eyring sicher. Zum einen seien 24 Kinder von Menschen auf der Flucht binnen kurzer Zeit zugewandert, was allein mehr als die Hälfte eines Geburtenjahrgangs ausmache, zum anderen, gebe es Anzeichen für eine verstärkten Zuzug von Familien mit Kindern aus anderen Kommunen. Dies gelte vor allem für den größten Ortsteil Georgenborn.

 

Welche Umstände genau die starke Nachfrage begründen, soll durch die Gemeindeverwaltung schnellstmöglich untersucht werden, sind sich die Kommunalpolitiker einig, da hier unterschiedliche Auffassungen bestehen. Daher soll durch die Gemeindeverwaltung eine sichere Entscheidungsgrundlage für Maßnahmen zur langfristigen Sicherung des Betreuungsangebots geschaffen werden.
Im Vordergrund steht aber zunächst die aktuelle Platznot, der mit einem kurzfristig umsetzbaren Maßnahmebündel begegnet werden soll. Diskutiert wurde die Einrichtung einer weiteren Waldgruppe, die vorrangige Vergabe von Betreuungsplätzen an Kinder aus Schlangenbad, die Förderung von Betreuungsplätzen der Tagespflege, die Erweiterung der aktuellen Betriebserlaubnis sowie die maximal mögliche Ausnutzung der räumlichen Kapazitäten.
Das Angebot der Nachbargemeinde Eltville 5 Krippenplätze der Gemeinde Schlangenbad über 5 Jahre zu sichern stieß auf allgemeine Skepsis.

 

Zu den weiteren Inhalten des Gesprächs gehörte die Aufarbeitung der Falschabrechnungen durch den ASB als Betreiber der Kindertagesstätten.
 



September 2016

Eltern verärgert über Umleitung des Schulbusses über Fischbach

BÄRSTADT. Bereits ab kommendem Montag werden die Kinder aus den Ortsteilen Georgenborn, Schlangenbad und Wambach eine deutlich längere An- und Abfahrt zur Äskulapgrundschule in Bärstadt auf sich nehmen müssen. Die Kinder sollen über eine etwa 20 Kilometer umfassende kurvenreiche Umleitungsstrecke durch Fischbach nach Bärstadt gefahren werden. Hintergrund ist die Sperrung der Ortsdurchfahrt Bärstadt im Zuge der Sanierung der Hauptstraße. Diese soll bis zum Herbst 2017 andauern.

Dabei sah die Planung der Gemeinde Schlangenbad die Einrichtung einer Ersatzbushaltestelle nahe der ev. Kirche in Bärstadt vor, von der aus die Schule fußläufig in 450 Metern erreichbar gewesen wäre. Diese sehr kinderfreundliche Lösung soll aber nun nicht umgesetzt werden.

Nach Mitteilung der Schulleiterin Frau Dornheim sei die seitens der Gemeindeverwaltung geplante Lösung nicht mit dem Schulrecht kompatibel. „Die Schule ist gehalten, die Kinder bis zum Bus zu begleiten und dort abzuholen.“ Um dies zu gewährleisten sei die Schule organisatorisch aber nicht in der Lage.

Diese Begründung ist für den Schlangenbader CDU-Fraktionsvorsitzende Marco Eyring, der selbst Vater eines Grundschulkindes ist, höchst unbefriedigend. Die angeführten rechtlichen Gründe hält der Volljurist für überbrückbar. Es liegt im Ergebnis nur an dem Willen der Grundschule, die organisatorischen Anstrengungen zu stemmen, um die belastende Umleitung über Fischbach zu vermeiden, ist Eyring überzeugt.

Die Emotionen kochten bei den Eltern im Wochenverlauf auch deshalb hoch, da verbreitet der Eindruck entstanden war, dass die Umleitung über Fischbach bis zum Ende der Baumaßnahme im Herbst 2017 bestehen würde. Dies ist nach der nunmehr aktualisierten Webseite der RTV aber nur bis einschließlich 19.12.2017 der Fall. Zur Verwirrung trug auch bei, dass dem Informationsschreiben der Schulleitung kein Enddatum der Umleitung zu entnehmen ist.

„Meine Anfrage bei dem die Baumaßnahme begleitenden Ingenieurbüro hat bestätigt, dass die Umleitung über Fischbach nur bis einschließlich 19.12.2016 gelten soll.“ Danach sehen die Pläne der Gemeindeverwaltung auf unterschiedlichen Routen eine innerörtliche Umleitung durch Bärstadt vor.

„Ich bin wie zahlreiche andere Eltern aus allen Wolken gefallen, als am Mittwoch die Elterninformation über die Umleitung seitens der Schulleitung kam. Als Mandatsträger bin ich mit den Planungen der Baumaßnahme vertraut. In den Beratungen der Gremien ging man davon aus, dass eine Ersatzbushaltestelle eine Umleitungsregelung über Fischbach für die Kinder aus Georgenborn, Schlangenbad und Wambach entbehrlich machen würde“. Dies wäre auch für die Anwohner der Umleitungsstrecken in Bärstadt verträglicher, da Eyring damit rechnet, dass die Eltern nun vielfach Ihre Kinder selbst zur Schule fahren werden, so dass das Verkehrsaufkommen unnötig ansteigen werde.



Mai 2016

Daniel Vorgrimler & Wolfgang Ommert komplettieren CDU Fraktion

SCHLANGENBAD. In der Gemeindevertretung Schlangenbad haben sich nach der Kommunalwahl noch einige Veränderungen ergeben. Walter Meißner (CDU) und Bertold Dietrich (CDU) legten die Mandate als Gemeindevertreter angesichts ihrer Kandidatur und Wahl in den Gemeindevorstand nieder. Damit rückten die beiden Bärstadter Dr. Daniel Vorgrimler und Wolfgang Ommert in die Gemeindevertretung nach und komplettieren seither die aus acht Personen bestehende CDU Fraktion.

Vorgrimler und Ommert sind bereits seit vielen Jahren ehrenamtlich in Schlangenbad aktiv, übernehmen nun jedoch erstmals auch ein politisches Ehrenamt. So organisiert Vorgrimler beispielsweise den Schlangenbader Lauftreff und widmet sich als Übungsleiter der SG Wambach den jüngsten Ballsportlern. Wolfgang Ommert ist u.a. Mitglied des Kreiselternbeirates des Rheingau-Taunus-Kreises, Beisitzer im Vorstand des Fördervereins der Äskulapschule und Mitglied des Vorstandes der ev. Kirchengemeinde Bärstadt.

Vorgrimler und Ommert wollen Schwerpunkte im sozialen Bereich der Gemeindepolitik setzen und werden die CDU im Ausschuss Jugend, Sport, Kur und Kultur vertreten. „Das ist auch für mich eine ganz neue Erfahrung, die Entwicklung unserer Gemeinde unmittelbar mitgestalten zu können“, meint Vorgrimler. Am Rande eines Frauenfußballspiels des 1. FFC Schlangenbad kam der Kontakt zwischen Vorgrimler und dem Partei- und Fraktionsvorsitzenden Marco Eyring (CDU) auf dem Hausener Sportplatz zustande, der schließlich in die Kandidatur und Wahl Vorgrimlers mündete.
Auch Ommert kam über Eyring zur CDU, der ihn auch für die Geschäftsführung der CDU Fraktion gewinnen konnte. „Wir sind ständig auf der Suche nach Menschen, die sich auch politisch engagieren wollen und freuen uns, wenn gerade auch jungen Menschen und Frauen bereit sind Verantwortung für Schlangenbad zu übernehmen", so der Fraktionsvorsitzende mit seinem Appell zur aktiven Mitgestaltung.

Dr. Daniel Vorgrimler
Dr. Daniel Vorgrimler
Wolfgang Ommert
Wolfgang Ommert


Mai 2016

Burghard Wessel bleibt Ortsvorsteher

WAMBACH. Burghard Wessel bleibt Ortsvorsteher von Wambach. In der konstituierenden Sitzung des neu gewählten Ortsbeirates wurde er am vergangenen Donnerstag einstimmig wiedergewählt. Auch sein Stellvertreter, Marco Eyring (CDU) wurde einmütig bestimmt, der dem Ortsbeirat in der dritten Wahlperiode in Folge angehört. Das Amt des Schriftführers übernimmt weiterhin Stephan Weis (SPD), zu seiner Stellvertreterin wurde Anne-Karin Walter (Grüne) gewählt. Der Ortsbeirat Wambach besteht in kommenden fünf Jahren aus lediglich vier statt fünf Mitgliedern, da die CDU nach dem Ergebnis der Kommunalwahl drei Sitze gewonnen hat, aber nur zwei besetzen kann (wir berichteten).

Wessel nutzte die Gelegenheit das Engagement der ausgeschiedenen Ortsbeiratsmitgliedern Ina Wüst-Höbelheinrich (SPD) und Anja Schubert (Grüne) zu würdigen und zeigte sich zuversichtlich, dass die Zusammenarbeit auch im neuen Ortsbeirat harmonisch verlaufen wird. Das der neu gebildete Ortsbeirat gemeinschaftlich und entschlossen handeln kann, hat er bereits mit einer Stellungnahme zum Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030 unter Beweis gestellt, die angesichts der kurzen Fristsetzung bereits vor der formalen Konstituierung erfolgte.

Im Weiteren berichtete Wessel u.a. über den aktuellen Stand zur Erweiterung des Freizeitparks Taunus Wunderland, dem Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzept (IKEK) und einer im Wochenverlauf erfolgten Verkehrsschau in Wambach. Als besonderes Schmankerl zitierte Wessel aus seiner Antrittsrede zur vergangen Wahlperiode, die auch nach fünf Jahren an Aktualität kaum eingebüßt hat. „Man muss schon einen langen Atem haben, wenn man Dinge vor Ort auf den Weg bringen und umsetzten will“, stellt Wessel nach fünf Jahren als Ortsvorsteher fest. „Aber unser Einsatz lohnt sich, wie beispielsweise der Kampf um den Erhalt und die Sanierung des Bürgerhauses Wambach sowie der Ankauf des Grundstücks an der Ecke Bärstadter/Schwalbacher Straße (ehemaliges Dams-Grundstück) als Grundlage zur Entwicklung der Wambacher Dorfmitte gezeigt haben“, ergänzt Eyring.

Burghard Wessel
Burghard Wessel


April 2016

CDU Schlangenbad spricht sich für offene Gemeindevertretung aus

Marco Eyring zum Nachfolger von Hans-Joachim Herrchen gewählt

SCHLANGENBAD. Im Rahmen ihrer konstituierenden Sitzung am 21. März wählte die CDU Fraktion einstimmig den Parteivorsitzenden Marco Eyring zum neuen Fraktionschef. Der 39-jährige Volljurist tritt damit die Nachfolge von Hans-Joachim Herrchen an, der die CDU Fraktion über drei Jahrzehnte führte. Zu Stellvertretern wurden ebenfalls einstimmig Henning Deisenroth und Stefan Petry gewählt.

 

Die CDU Fraktion schlägt ihre Spitzenkandidatin Brunhilde Ruland erneut für das Amt der Vorsitzenden der Gemeindevertretung vor. Für den Gemeindevorstand nominiert die CDU Walter Meißner und Bertold Dietrich. „Unsere Vertreter im Gemeindevorstand haben in der vergangenen Legislaturperiode ebenso wie Frau Ruland vorbildliche Arbeit geleistet. Daran wollen wir anknüpfen“, sagte Eyring. Damit rücken die beiden Bärstadter Dr. Daniel Vorgrimler und Wolfgang Ommert in die Gemeindevertretung nach, da Meißner und Dietrich ihr Mandat als Gemeindevertreter für ihre Wahl in den Gemeindevorstand niederlegen müssen.

 

Die CDU strebe keine exklusive Zusammenarbeit mit einer Partei an. Ihr stehen nach dem Wahlergebnis mehrere Optionen zur Bildung einer Mehrheit offen. Die CDU ist weiterhin stärkste Fraktion und verfügt in der auf 25 Sitze verkleinerten Gemeindevertretung über 8 Mandate. Eine Mehrheit kann sie rechnerisch mit BfB (6 Sitze), SPD (5 Sitze) sowie gemeinsam mit den Grünen (4 Sitze) und der FDP (2 Sitze) bilden.

 

Umgehung Wambach

 

Als äußerst dringlich betrachtet die CDU die Frage der Einstufung der Ortsumgehung Wambach im Entwurf des neuen Bundesverkehrswegeplans. Der Grund für die geplante Rückstufung der Ortsumgehung Wambach liegt nach Analyse der CDU in der sachwidrigen Verknüpfung der Ortsumgehungen Wambach mit derOrtsumgehung Martinsthal. Während die Ortsumgehung Martinsthal damit unverändert im „weiteren Bedarf“ verbleibe, bedeute die Zusammenfassung der beiden Projekte für die Ortsumgehung Wambach eine bittere Rückstufung.

 

Warum die Zusammenfassung erfolgt sei, gebe ebenso Rätsel auf, wie die nunmehr angenommene Verkehrsbelastung von täglich 13.000 Kraftfahrzeugen. „Die behördlich für Wambach ermittelten Zahlen in den Jahren 1995, 2000, 2005 und 2011 weisen mit täglich ca. 16.500 Fahrzeugen eine deutlich höhere Zahl aus,“ stellt Eyring fest. „Von diesem Verkehrsaufkommen fließt etwa ein Drittel über die L3441 und L3038 über Georgenborn und nicht über Martinsthal. Die Verkehrsbelastung liegt damit in Wambach deutlich höher als in Martinsthal, zudem ist das Kostenverhältnis in Wambach deutlich günstiger.“ Entsprechend rutsche das Kosten-Nutzen-Verhältnis für die Ortsumgehung Wambach durch die zusammenfassende Betrachtung in den Keller.

 

„Das Kind ist allerdings noch nicht in den Brunnen gefallen“, meint Eyring und verweist auf die Einwendungsmöglichkeit im Rahmen des Konsultationsverfahrens. Dabei können fachliche Stellungnahmen bis einschließlich 02. Mai 2016 beim Bundesverkehrsministerium eingereicht werden.

 

Entweder über das Online-Formular unter: https://www.bmvi.de/DE/VerkehrUndMobilitaet/Verkehrspolitik/Verkehrsinfrastruktur/Bundesverkehrswegeplan2030/ElektronischeStellungnahmeZumBVWP2030/Form_Stellungnahme/form-stellungnahme_node.html oder eine schriftliche Stellungnahme per Post unter Angabe des Stichworts "BVWP 2030" an die folgende Adresse:

Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
Referat G12
Invalidenstraße 44
D – 10115 Berlin
Stichwort "BVWP 2030"

Alles ist für die konstituierende Sitzung vorbereitet
Alles ist für die konstituierende Sitzung vorbereitet

Planfeststellungsverfahren zur Ortsumgehung Wambach: das Anhörungsverfahren ist abgeschlossen. Der Vorlagebericht liegt im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung.

Geplante Trasse der Ortsumgehung Wambach
Geplante Trasse der Ortsumgehung Wambach


Januar 2016

CDU Neujahrsempfang im Wambacher Mühlenmuseum

Wahlslogan: „Attraktiv, hip und en vogue“

WAMBACH. Zum traditionellen Neujahrsempfang hatte die Schlangenbader CDU erneut ins Wambacher Mühlenmuseum geladen. Unter dem Motto „attraktiv, hip & en vogue“ startete die CDU Schlangenbad mit knapp 90 Gästen ins Kommunalwahljahr 2016. Neben dem Bundestagsabgeordneten Klaus-Peter Willsch konnte der CDU-Vorsitzende Marco Eyring den Bürgermeister von Schlangenbad, Michael Schlepper und zahlreiche Vertreter der örtlichen Vereine, Politik, Wirtschaft und Kirchen begrüßen.

Ausgewogener Wahlvorschlag

Die Christdemokraten bekräftigten ihren Führungswillen zur Kommunalwahl. „Wir bieten Ihnen eine Denkfabrik aus mehr als 25 Frauen und Männer aus allen Ortsteilen, darunter einige Neueinsteiger auf aussichtsreichen Plätzen und natürlich auch alte Hasen,“ betonte Eyring mit zuversichtlichem Blick auf den Wahltag am 6. März.

„Die CDU will Schlangenbad nicht nur attraktiv, sondern auch ein wenig hip und en vogue machen“, spannte Eyring den Bogen zum Wahlprogramm. Die Christdemokraten stehen beispielsweise für die Erneuerung der Dorfgemeinschaftshäuser Obergladbach und Hausen sowie für schnelle und stabile Internetverbindungen insbesondere für Wambach und Georgenborn, wo die Entwicklung am deutlichsten gegenüber Wiesbaden hinterherhinkt.

Flüchtlingszuzug begrenzen

Zum Flüchtlingssituation fanden Willsch und Eyring klare Worte. „Wir müssen sachlich und offen über die Konsequenzen der Einwanderung sprechen und dürfen nicht so tun als wäre unsere Aufnahmekapazität, aber auch der Aufnahmewille grenzenlos“ sagte Eyring. Die Integration der Menschen dauere Jahrzehnte und könne nicht dauerhaft auf dem Rücken ehrenamtlicher Helfer geführt werden. Willsch betonte: „Die Flüchtlingszahlen müssen deutlich reduziert werden. Dabei dürfen nicht die anderen europäischen Baustellen, wie beispielsweise die Griechenlandkrise aus dem Blick geraten.“

Ehrung der CDU Urgesteine Walter Meißner und Bertold Dietrich

Der Neujahrsempfang bot einen angemessenen Rahmen für die Ehrung von zwei Schlangenbader CDU Urgesteinen. Der ehemaliger Bürgermeister von Niedergladbach Walter Meißner und der Ehrenortsvorsteher von Obergladbach Bertold Dietrich wirken bis heute als Mitglieder des Gemeindevorstandes an wichtigen Weichenstellungen der Gemeinde mit. Der Bundestagsabgeordnete Willsch und Parteichef Eyring zollten den beiden langjährigen Mitgliedern für jeweils 50 Jahre CDU-Mitgliedschaft und ihrem jahrzehntelangen Wirken zum Wohle der Gemeinschaft Lob und Anerkennung.

v.l.n.r. Marco Eyring, Walter Meißner, Bertold Dietrich, Klaus-Peter Willsch (MdB)
v.l.n.r. Marco Eyring, Walter Meißner, Bertold Dietrich, Klaus-Peter Willsch (MdB)